Noseland 17/18: Die Brache

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König Bruno (Bruno Schlatter) schrieb in seiner Einladung:

„Das Jahr der Brache – Konzept:
Zyklus von August 2017 bis Juli 2018 auf Noseland http://www.noseland.ch
2017/18 wird Noseland brach gelegt! Auch eine Kunstwiese braucht mal Pause!
Grundidee:
Schon Andreas Dietsch schrieb in seiner Utopie Das Tausendjährige Reich:
Träte der Fall ein, dass durch Fleiss und Arbeitsamkeit genug Vorrath vorhanden
wäre, um ein allgemeines Feierjahr zu halten, so liesse man die Äcker brach liegen,
und im Frühling, wenn die nöthigen Küchengemüse angepflanzt wären, liesse man
die Gewerbe ruhen und jeder könnte bis im Herbst hin gehen und reisen, wohin er
wollte. Da wäre für jeden in Norwegen wie in Kalabrien der Tisch gedeckt … er wäre
als Freund und Bruder in Amerika wie in seinem Geburtsort zu Hause, würde
niemals von Räubern angefallen und geplündert. Gefiele es einem in einem Land
oder Ort besser, als in dem seinigen, so könnte er bleiben.

Realistischerweise hat Noseland natürlich keinerlei Reserven anhäufen können,
trotzdem ist es an der Zeit, brach zu liegen und zu reisen!“

Mein Beitrag zur Vernissage: Lesung meines Textes und Performance

http://jahrderbrache.blogspot.ch/2018/01/brachland-9-daniela-de-maddelena.html

http://jahrderbrache.blogspot.ch/

Ausruhen

Von Laotse

„Ausruhen heißt passiv sein,
passiv sein, heißt Kraftreserven haben,
und Kraftreserven bedeuten Ordnung.
Passivität bedeutet Ruhe,
und wenn Ruhe wieder zur Tätigkeit wird,
ist jede Tätigkeit richtig.
Ruhe bedeutet Untätigkeit,
und wenn der Grundsatz der Untätigkeit vorherrscht,
tut jedermann seine Pflicht.
Untätigkeit bedeutet, mit sich selbst in Frieden sein,
und wenn einer mit sich selbst in Frieden ist,
können ihm Kummer und Sorgen nichts anhaben,
und er hat ein langes Leben.“

 

brachen

Synonyme: ruhen, knurren, schlafen, pennen, aussetzen, ausspannen, sich ausruhen, sich regenerieren, pausieren, rasten, erholen, verschnaufen, ausruhen, entspannen, brachliegen

Worttrennung: bra|chen

ich brache, du brachest, er/sie/es brachet, wir brachen, ihr brachet, sie brachen // gebrachet, brachend

Beispiele: du brachest, er brachet; du brachetest; du brächetest; gebrachet; brache!; sich brachen; brachend

 

Die Brache

Grundsätzlich wird zwischen der kurze Zeit dauernden Rotationsbrache und der Dauerbrache unterschieden.

Ein Acker oder eine Wiese liegt aus regenerativen oder wirtschaftlichen Gründen brach

Kulturland, welches nicht mehr genutzt wird, liegt brach und ist eine Kulturbrache. Es liegt aus regenerativen oder wirtschaftlichen Gründen brach

Die stillgelegten Produktionsstätten der postindustriellen Zeit sind Industriebrachen. Sie liegen aus regenerativen oder wirtschaftlichen Gründen brach.

Die Brachlegung von Kapital erfolgt vor allem bei Stockung des Verkaufs von Waren, insbesondere in den zyklischen Krisen. Die Kapitalbrache liegt aus regenerativen oder wirtschaftlichen Gründen brach.

In der Kunst ist die Dauerbrache gleichzustellen mit der Sozialbrache, was bedeutet, dass der oder die Kunstschaffende aufgrund von Veränderungen im Sozialgefüge („Strukturwandel“) seine Arbeit aufgeben muss.

Stillgelegte Ateliers von Kunstschaffenden liegen aus regenerativen oder wirtschaftlichen Gründen brach.

Die Kunstbrache ist, per Definition, eine Rotationsbrache oder eine Dauerbrache.

In meinem Fall möchte ich gerne den Beginn einer künstlerischen Rotationsbrache veranschaulichen, ganz nach Laotse::

 

Brachen

Nach Laotse

„Brachen heißt passiv sein,
passiv sein, heißt Kraftreserven haben,
und Kraftreserven bedeuten Ordnung.
Passivität bedeutet Brache,
und wenn Brache wieder zur Tätigkeit wird,
ist jede Tätigkeit richtig.
Brache bedeutet Untätigkeit,
und wenn der Grundsatz der Brache vorherrscht,
tut jedermann seine Pflicht.
Brache bedeutet, mit sich selbst in Frieden sein,
und wenn einer mit sich selbst in Frieden ist,
können ihm Kummer und Sorgen nichts anhaben,
und er hat ein langes Leben.“

 

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