Infinitely listening: New Aarau

14.8m lang und 6m tief. 66+4 Pfähle à 175 cm, 4 + 1 Hocker, alles 3-fach grundiert und mit leuchtender Farbe 3-fach bemalt.

Voilà „Infinitely listening: New Aarau“ zu sehen in Schöftland auf Noseland, dem Mikrostaat von Bruno Schlatter. In der Galerie sind weitere Arbeiten dazu zu sehen.
Die Ausstellung drinnen in der Galerie und draussen auf Noseland zum Thema Building New Aarau mit mehr als 20 Kunstschaffenden ist bis am 8. Januar zu sehen.

In diesem Jahr ist Daniela de Maddalena Zentrumkünstlerin. Zudem erhielt Sie anlässlich der Vernissage vom 4.12.16 zusammen mit kurt Hunkeler den Noselandischen Kunstpreis!

Aus der NNZ: „Daniela  de  Maddelena  überzeugte mit ihren frischen Auftritten an den Gruppenausstellungen auf Noseland. Ihre Installationen -wir  erinnern  uns  an  das  Spiegelkabinett für die Bienenvölkerausstellung,  welches  uns  in  die Unendlichkeit  entführte-  sind durchdachte  Mikrowelten,  welche sich intensiv mit den gegebenen Themen auseinandersetzen. Es  gelingt  der  in  Biel  lebenden Künstlerin  und  Kunstvermittlerin  immer  wieder,  den  Blickwinkel des Betrachters zu öffnen und  auf  diejenigen  Perspektiven zu leiten, die sie in ihren Arbeiten  anspricht.  Die  Interaktivität gehört  zu  ihren  künstlerischen Prinzipen, die Gehirnstränge des Konsumenten  werden  so  bearbeitet,  dass  er  zum  Rezipienten wird.“

nnz-2016

Bruno Schlatter

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Building New Aarau

Noseland 2016 / 2017

Infinitely listening: New Aarau

Daniela de Maddalena erhebt das Symbol der Unendlichkeit (Lemniskate) zum städteplanerischen Konzept ihrer Vision von New Aarau.

Die Lemniskate verkörpert hier als Metapher einen ideellen Wert, ist Sinnbild für eine Mischung aus Dualität und Ambivalenz. Angesagt ist Zusammenleben, Koexistenz, Einheit in der Dualität! Das Zentrum der Stadt wird durch den Schnittpunkt der Linien des Unendlichkeitszeichens gebildet. Die gesamte Planung von New Aarau ist darauf ausgerichtet, gesellschaftspolitische Ziele durch das Zuhören zu ermöglichen, welches eine grundlegende Voraussetzung für das Zusammenleben der Menschen ist. Die inneren und äusseren Gegensätze bilden die für das Leben notwendige Spannung, die möglichst spielerisch in Balance gehalten werden will. Im Schnittpunkt der Linien treffen sich alle. Hierher kehren sie immer wieder zurück, um durch Zuhören zu verstehen.

Eine Lemniskate auf Noseland, zusammengesetzt aus runden Holzpfählen, welche in regelmässigem Abstand ca. 1.5m aus dem Boden ragen, erinnert entfernt an die Palisadenbauten von Siedlern, welche den Grundriss ihrer Siedlung damit markierten und diese befriedeten. Die sehr abstrahierte Version eines städtebaulichen Konzepts wirft Fragen auf, welche in der Galerie Noseland teilweise von der Künstlerin mit weiteren Arbeiten beantwortet werden. Letztendlich ist es aber der Phantasie der Besucher überlassen, sich eine Welt auszudenken, welche auf dem Zeichen der Unendlichkeit, auf dem Spiel mit der Welt der Ideen beruht.

Zurück auf Noseland wird sich wohl der eine oder andere Besucher, der Einladung folgend, auf einen der vier einfachen Hocker setzen, welche im Zentrum der Unendlichkeit stehen, um den Anderen zuzuhören.

http://www.arthopper.ch

Historischer Hintergrund:
Andreas Dietsch, ein aus Deutschland kommender Bürstenmacher, Agitator, Schriftsteller und Frühsozialist, wohnte vor über 171 Jahren im gleichen Haus an der Pelzgasse 26 in Aarau, wo Bruno Schlatter selber seit 2007 lebt und 2008/2009 das Projekt Noseland ausarbeitete. Ohne von Dietsch zu wissen, schuf Schlatter hier die theoretischen Grundlagen der Mikronation Noseland mit sehr ähnlichen Utopien, wie sie Andreas Dietsch anfangs 1840er-Jahre unter anderem in der Schrift ‘Das Tausendjährige Reich niederschrieb.

Die Parallelen zwischen Dietschs äusseren Emigration nach dem verheissenen Land Amerika und der inneren Immigration Noselands, welches sich nach innen aus dem grossen Komplex Schweiz herauslöste führten zu dieser Ausstellung: Andreas Dietsch hat seine Reise und die Aufbauversuche ‚New Aaraus’ –der künftigen Hauptstadt Neu Helvetias- in Tagebuchform gründlich dokumentiert.
Dietschs Schicksal war es, dass er schon im ersten Winter, Ende Januar 1845, verstarb und das frühsozialistische Projekt in der Folge scheiterte, die zwei einzigen gebauten Häuser wurden verlassen und verfielen. Vom geplanten Tausendjährigen Reich blieben eine rostige Schere, einige Gräber, ein Apfelbaum und einige Rebstöcke.
Der Kunst und Noseland unterliegt es nun, die Vision Andreas Dietsch noch einmal –temporär- auferstehen zu lassen: Rund um das Thema Building New Aarau entstehen tonale Werke, Licht-Landart, Thematische Gruppenausstellung und Performance Art.
http://noseland.ch/
Adresse: Noseland, Nähe: Ruederstrasse 44, 5040 Schöftland

Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Haltestelle Schöftland Sandplatten eingeben):

AAR-Bahn = S14: ab Aarau die schnelle Verbindung um 13.42 (wir warten immer auf den Bus Richtung Walde)

Rückfahrten um 15.48, 17. 48 und 19.48 (oder zu Fuss an den Bahnhof, jeweils 27 und 57 nach Aarau

Per Auto:die wenigen Parkplätze sind den Künstlern reserviert! Also: bitte Parkplätze in weiterer Umgebung suchen! Von Schöftland aus Richtung Schlossrued, nach Abzweigung Böhler noch ca. 800 m Richtung Schlossrued, alleinstehendes Haus bei Bushaltestelle

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