11.3. – 30.6.2016 proiectum XX Köniz

„Der Wert einer Biene misst sich am goldenen Honig, welchen sie sammelt.“ Seit bald zwei Jahren beschäftigt sich die Kustschaffende mit den fleissigen Bienen, ihrer Symbolik, ihrer Bedeutung für die Menschen. Malerei, Installationen, Objekte, Fotografien und Videos sind rund um das Thema entstanden. Ein kleiner Ausschnitt davon wird im Projectum gezeigt.

 

Der Bienenstaat S-Umland, seine Geschichte, sein Zukunft

Der Staatsname S-Umland setzt sich zusammen aus „summen“ und „Umland“. Der Staat ist gegenwärtig noch im Aufbau. Seine Staatsgrenzen sind durchlässig, je nach Bedarf des Volkes. S-umland errichtete seine Residenz anno 2014 in Noseland, einem kleinen Staat im Aargau, mitten auf der Welt. Die Fläche von S-Umland beschränkt sich generell auf 4 x 4 m. Das kompakte Staatsgebäude kann jedoch Tausenden von EinwohnerInnen Platz bieten. Die Grösse der Räumlichkeiten des Gebäudes ist deshalb variabel, je nach Sichtweise. Die Zimmer vermitteln aber schon heute einen angenehmen und gemütlichen Eindruck. Die Einzelzimmer können mit Hilfe von geeigneten optischen Geräten besichtigt werden.

Ein bilaterales Abkommen mit Noseland stellt während den Sommermonaten die Nahrungsbeschaffung sicher. Die BewohnerInnen von Noseland erhalten als Gegenleistung für den Freiflug der BewohnerInnen von S-umland auf Noseländischem Gebiet zum Dank 1/20. der Überproduktion an gesammelter Nahrung.

S-umlands Staatsgrenzen werden durch S-Umländische Wimpel gekennzeichnet. Die S-Umländer Fahne wurde zudem anlässlich der Festivitäten vom 7. Dezember 2014 aufgezogen. Diese wurde aber in Gedenken an die von den Varoanern stark gebeutelten befreundeten Staaten als Denk – Mal auf Halbmast gesetzt.

S-Umland zu Gast bei projectum XX

Das Volk von S-Umland, mit dessen Staatsgebäude, ist erstmals auf Reisen und macht Halt in Köniz, einer Gemeinde des Staates Bern. Da das Leben auf Noseland besonders im Winter nicht einfach ist, es gibt keine Arbeitsmöglichkeiten für das emsige Volk, hat die herrschende Königin beschlossen, mit ihrem Staat auf Staatsbesuch zu gehen. Sie machte sich mit Volk und ihrer Behausung auf den Weg, um Welt bewegende Neuigkeiten zu verbreiten.

Denn Bemerkenswertes ist dem Volk widerfahren: Seit einiger Zeit sind die Besuche der hinterlistigen Varoaner fast ganz ausgeblieben. Dafür macht die Königin folgende Ereignisse verantwortlich: Das gelbe Gold, die Überproduktion an gesammelter Nahrung, welche jährlich an Noseland als Steuer abgegeben wird, macht seinem Volk alle Ehre. Zum Dank für die pünktlich erfolgte Bezahlung hat sich König Bruno von Noseland etwas Besonderes einfallen lassen: Seit kurzem erfährt das S-Umländische Volk die grosse Gunst, nach einem Staatsausflug mit Hilfe eines Smokers mit feinstem Goldstaub bestäubt zu werden. Dies hat den erstaunlichen Effekt, dass die Varoaner kaum noch Interesse daran haben, die S-Umländer anzugreifen. Schreckliche Magenverstimmungen bis hin zum Tod sollen ihnen nach dem Verzehr zu schaffen machen.

Nach dem natürlichen Tod eine S-Umländers ist sein mit Goldstaub bedeckter Körper ein bemerkenswertes Produkt, welches auf der ganzen Welt seine Sammler hat. Der Handel mit den goldenen Überresten ermöglicht den Staatsangehörigen weitere Reisen ins nahe und weitere Umland.

Daniela de Maddalena 2016

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